Brauche ich eine Berufsunfähigkeitsversicherung?
Oder ist das Geldmacherei?

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist keine Geldmacherei, sie ist SEHR wichtig. Diese Zahl ist erschreckend: Mindestens jeder Vierte über 50 in Deutschland ist berufsunfähig!

Die Frage: Brauche ich eine Berufsunfähigkeitsversicherung?

Die Antwort: Ein klares JA, Sie brauchen eine!

Wann? Jetzt!

Der erste Schritt ist zum Glück bereits geschafft!

Denn Sie befinden sich auf unserer Seite, auf der Sie sich gerade über die Wichtigkeit einer Berufsunfähigkeitsversicherung informieren. Wer auf seine Arbeitskraft als einzige Einnahmequelle angewiesen ist, sollte sich beizeiten Gedanken über eine Berufsunfähigkeitsversicherung machen. Bei einer Wahrscheinlichkeit von 25% kann man ein solches Risiko nicht einfach ignorieren.

Oder was meinen Sie?

Keine Zeit, das alles zu lesen?

Kein Problem: Hier finden Sie unser Inhaltsverzeichnis mit einer kurzen Zusammenfassung unter jedem Punkt. Für alle Lese-Muffel.

Inhaltsverzeichnis von www.berufsunfaehigkeitsversicherung-infos.de

Was ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung?
Die Erklärung

Definition und Erklärung der Berufsunfähigkeitsversicherung

Die Berufsunfähigkeitsversicherung gilt als eine der wichtigsten Versicherungen für Angestellte und Selbstständige überhaupt. Sie dient der finanziellen Absicherung, wenn der Betroffene wegen einer Krankheit seinen Beruf nicht mehr ausüben kann.

Nur durch einen Berufsunfähigkeitsschutz ist sichergestellt, dass ein Arbeitnehmer oder Selbstständiger finanziell abgesichert ist, wenn er aus Krankheitsgründen seinem erlernten Beruf nicht mehr nachgehen kann. Eine Berufsunfähigkeits-Versicherung sollte deshalb unbedingt möglichst frühzeitig abgeschlossen werden, um im Krankheitsfall den Abstieg in die Armut zu verhindern.

Die harten Fakten

  • In Deutschland existieren derzeit etwa 17 Millionen berufstätige Menschen, die über eine Berufsunfähigkeitsversicherung verfügen.
  • Bei nahezu 42 Millionen erwerbstätigen Menschen in Deutschland ist das noch lange nicht ausreichend, denn die Zahl derjenigen, die durch eine Berufsunfähigkeit eine Rente in Anspruch nehmen müssen, nimmt seit Jahren immer weiter zu.
  • Verzichtbar ist die Berufsunfähigkeitsversicherung nur in den Fällen, in denen die Betroffenen auf eigenes Vermögen zurück greifen können.


Die Berufsunfähigkeitsversicherung - Schutz vor sozialem Abstieg

Ein Unfall - Jeden kann es treffen Jeden Angestellten und jeden Selbstständigen kann es aus heiterem Himmel treffen.

Durch eine Erkrankung oder einen Unfall (das geht schneller, als Sie denken!) ist er nicht mehr in der Lage, in seinem erlernten Beruf zu arbeiten. Als Folge drohen finanzielle Probleme und damit verbunden ein gesellschaftlicher Abstieg. Wer aus Krankheitsgründen gar kein Einkommen mehr hat oder nicht mehr so viel Geld wie vorher verdient, der kann seinen finanziellen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen. Auch die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben wie Kinobesuche oder Urlaube fallen dann flach.
Oder monatliche fixe Kosten wie Strom, Wasser, Miete...
All dies kostet doch Geld und muss immer bezahlt werden, egal ob Sie arbeiten oder berufsunfähig sind.

Möchten Sie das riskieren?

Der soziale Abstieg Eine soziale Isolation kommt zur Belastung durch die Krankheit noch hinzu. Die gesetzliche Rentenversicherung springt in solchen Fällen nur unter bestimmten Bedingungen ein. Die Zuwendungen aus der Rentenkasse sind so gering, dass sich der bisherige Lebensstandard nicht mehr halten lässt. Um sich gegen das Risiko der Berufsunfähigkeit und dem damit verbundenen Abstieg in die Armut abzusichern, ist die Berufsunfähigkeitsversicherung die beste Lösung.


Diesen Verlauf gilt es, zu vermeiden!
  • Krankheit
  • Berunfsfähigkeit
  • finanzielle Probleme
  • schlechtere Lebensbedingungen
  • psychische Probleme
  • niedriger Lebensstandard
  • Abstieg in die Armut
  • sozialer Abstieg

Was kostet mich eine Berufsunfähigkeitsversicherung?

Auch bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung gibt es natürlich enorme Preisunterschiede. Den Preis für Ihre persönliche Versicherung muss errechnet werden. Welchen monatlichen Beitrag Sie für eine Berufsunfähigkeitsversicherung zahlen müssen, hängt maßgeblich von folgenden Faktoren ab:

Von diesen Faktoren hängt der Preis ab

  • der gewünschten monatlichen Rente
  • Ihrem Alter bei Versicherungsbeginn
  • Ihrem Beruf
  • dem Anteil an körperlicher Tätigkeit in Ihrem Beruf
  • Ob Sie Raucher oder Nichtraucher sind

Preisbeispiele

Hier haben wir für Sie einige Preisbeispiele errechnet:

Alter Beruf Rente Monatsbeitrag
35 Jahre
Raucher
IT-System-Kaufmann
100% Bürotätigkeit
1.500 € ca 40 €
25 Jahre
Nichtraucher
Kaufmann im Einzelhandel
100% Bürotätigkeit
1.500 € ca 50 €
40 Jahre
Nichtraucher
Maurer
100% körperliche Tätigkeit
1.700 € ca 60 - 80 €
45 Jahre
Nichtraucher
Kfz-Meister
25% körperliche Tätigkeit
2.000 € ca 50 - 60 €
30 Jahre
Nichtraucher
Ingenieur
100% Bürotätigkeit
600 € ca 20 €
20 Jahre
Nichtraucher
Kellner
leichte körperliche Tätigkeit
1.000 € ca 50 - 70 €

Was, wenn ich berufsunfähig werde?

Dann können Sie von Glück sagen, wenn Sie eine BU abgeschlossen haben.
Wenn nicht, kommt es darauf an, wann Sie geboren wurden.

Wurden Sie VOR dem 1.1.1961 geboren, dann steht Ihnen ein geringer gesetzlicher Berufsunfähigkeitsschutz zu. Dieser wird allerdings dauernd weiter gekürzt.

Wenn Sie NACH dem 1.1.1961 geboren sind, erhalten Sie keinen solchen Schutz.
In diesem Fall gilt folgendes:

Ihre Situation Leistung vom Staat
Sie können einer anderen Arbeit nachgehen
(egal welcher Beruf)
Keine Leistung vom Staat
Sie können noch 3-6 Std pro Tag arbeiten gehen
(egal welcher Beruf)
Sie erhalten ca. 17% des letzten Bruttoeinkommens
(= halbe Erwerbsminderungsrente)
Sie können nur noch weniger als 3 Std pro Tag arbeiten gehen ca. 34% des letzten Bruttoeinkommens
(= volle Erwerbsminderungsrente)
Die maximale Leistung vom Staat ist also ein Drittel des letzten Bruttoeinkommens!
Das Ganze setzt allerdings voraus, dass Sie mindestens 5 Jahre in die gesetzliche Rentenversicherung einbezahlt haben, also berufstätig waren.

Wenn die Leistungen vom Staat nun unter dem Existenzminimum liegen, kann zusätzlich Hartz 4 beantragt werden (früher Sozialhilfe), um den Differenzbetrag zum Existenzminimum zu erreichen.
Also lieber doch eine BU abschließen?

Was zahlt mir die Berufsunfähigkeitsversicherung?

Was zahlt die BU Wird eine Berufsunfähigkeit durch einen Arzt festgestellt, zahlt eine Berufsunfähigkeitsversicherung die im Vertrag vereinbarte Rente bis zum Erreichen des Rentenalters oder bis zur Wiederherstellung der Fähigkeit zur Ausübung des Berufes. Die Höhe der Rente durch die BU-Versicherung wird im Vertrag individuell vereinbart und hat natürlich Einfluss auf die Versicherungsprämie. Eine volle Erwerbsminderungsrente aus der Sozialversicherung erhält man dagegen nur, wenn man nur noch weniger als drei Stunden am Tag überhaupt irgendeine Tätigkeit ausüben kann. Diese Rente ist auch nur als Grundabsicherung gedacht, und kann in der Regel nicht den gewohnten Lebensstandard erhalten.

Das zahlt die BU:
  • Die Höhe der Rente wie im Vertrag vereinbart
  • Sie entscheiden, wie hoch Ihre Rente sein soll!
  • Achtung: Je höher die vereinbarte Rente, desto höher der monatliche Beitrag! (und umgekehrt)

Für wen lohnt sich eine Berufsunfähigkeitsversicherung?
Lohnt sie sich für jeden?

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung zählt zu den wichtigsten Versicherungsformen. Vor dem finanziellen Ruin bietet nur sie zuverlässigen Schutz, falls der bisherige Job wegen gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausgeübt werden kann. Im Prinzip gilt dies für jeden, egal ob Beschäftigter, hoch qualifizierte Führungskraft oder auch der einfache Leiharbeiter. Wenn überhaupt, dann gibt es vom Staat nur eine sehr bescheidene Erwerbsminderungsrente. Diese Erwerbsminderungsrente reicht nicht aus, damit der gewohnte Lebensstandard beibehalten wird. Für alle Berufstätigen ist die Berufsunfähigkeitsversicherung unverzichtbar, da keiner bei dem Fall der Berufsunfähigkeit schließlich ein Sozialfall werden möchte.

Für alle Berufsgruppen lohnt sich eine BU

Nicht jede Berufsgruppe braucht eine BU-Versicherung

Wer nach dem 01.01.1961 geboren ist, für den gibt es nur noch einen begrenzten Schutz hinsichtlich der Erwerbsunfähigkeit. Der Abschluss einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung ist allerdings auch für diese Personen von Vorteil. Der Versicherungsschutz läuft meistens bis 65 bzw. 67 Jahren.
Für manche Berufsgruppen sind die Beiträge für eine BU viel zu hoch. Ob Ihre Beschäftigungsart dazu zählt, erfahren Sie von Ihrem Versicherungsberater oder Versicherungsmakler. Oder wenn Sie den Beitragsbescheid bekommen, nachdem Sie den Antrag ausgefüllt haben.

Sie müssen die Versicherung nach dem Antrag nicht annehmen!
Nachdem Sie den Beitragsbescheid erhalten haben, haben Sie aber trotzdem das Recht, die Versicherung nicht anzunehmen, denn Sie wussten ja vorher den Preis nicht!

Für die meisten ist die BU-Versicherung allerdings enorm wichtig!

Gegen Berufsunfähigkeit kann sich jede Person versichern, auch Hausfrauen, Beamte, Selbstständige oder Studenten. Aber nicht für jede Berufsgruppe ist so eine Versicherung von Nöten. Für einen Selbstständigen und Freiberufler ist die Versicherung sehr sinnvoll, da mit seiner Arbeitskraft das Unternehmen steht oder fällt. Sie haben keinerlei Versicherungsschutz! (Eine Ausnahme wäre, wenn man bei einer Kammer oder einem Verband pflichtversichert ist)

Für den Studenten sind aufgrund des niedrigen Eintrittsalters die Beiträge niedrig, ebenso wird die Gesundheitsprüfung schnell erledigt sein. Beamte und Lehrer können dienstunfähig werden. Aber für diese Berufsgruppe besteht eine staatliche Absicherung. Sie bezahlt zwar besser als bei einem Arbeitnehmer, ist aber dennoch nicht ausreichend. Hier gibt es die Berufsunfähigkeitsversicherung die mit einer integrierten Dienstunfähigkeitsklausel versehen ist.

Sie ist wichtig für Berufsanfänger, denn es gibt keine Ansprüche auf die Rentenzahlung, wenn weniger als 5 Jahre in die gesetzliche Rentenkasse einbezahlt wurde. Die private Vorsorge ist hier somit unverzichtbar. Für Arbeitnehmer lohnt sie sich auch, wenn diese über 5 Jahre in die gesetzliche Rentenkasse einbezahlt haben. Nur für die Deckung der Grundbedürfnisse reicht die staatliche Rente jedoch nicht mehr. Auch bei Berufsunfähigkeit sichert man sich nur mit der zusätzlichen privaten Vorsorge den angemessenen Lebensstandard. Für Beamte spielt sie eine wichtige Rolle, auch wenn diese zwar einen relativ guten Schutz genießen, doch dieser wird auch erst nach vielen Dienstjahren erlangt. Junge Familien benötigen die Berufsunfähigkeitsversicherung, denn oft sind die Familien von einem Einkommen abhängig und die Existenz kann so gesichert werden.

Eine BU ist wichtig für:
Berufsgruppe Warum?
Berufsanfänger niedriges Eintrittsalter
bei unter 5 Jahren Zahlung in die Rentenkasse keine Rentenzahlung!
Studenten niedriges Eintrittsalter
Freiberufler und Selbstständige sonst überhaupt keine Absicherung!
Beamte und Lehrer können dienstunfähig werden. Schutz von Dienstunfähigkeitsversicherung erst nach vielen Dienstjahren!
Arbeitnehmer Kein Schutz bei Berufsunfähigkeit, nur bei Erwerbsunfähigkeit!
Familien oft nur 1 Verdiener, daher ist BU unerlässlich!
Sie sehen: Für quasi alle Berufsgruppen ist die BU wichtig!

Hilfe vom Staat?
Fehlanzeige!

Was zahlt der Staat Nur etwa die Hälfte aller Deutschen hat eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Angesichts des hohen Risikos, berufsunfähig zu werden, ist dieser Anteil sehr gering. Die Ursache liegt zum Teil sicher in dem Irrglauben, dass die Sozialversicherung für diesen Fall zuständig sei. Der Gesetzgeber hat dieses Risiko aus dem Katalog gestrichen, weil es angeblich "nicht existenzbedrohend" ist. Wer aber auch in einem solchen Fall nicht von Grundsicherung leben will, der braucht eine BU-Versicherung.

Berufsunfähigkeit soll nicht existenzbedrohend sein?

Wenn Sie arbeiten bis 40 und dann plötzlich berufsunfähig werden, würden Sie im schlimmsten Fall in Hartz 4 fallen. Sie wissen aber schon, dass man vorher alles Hab und Gut verkaufen muss, um Leistungen zu erhalten, oder?

Aber wenn Sie einen anderen Job ergreifen (müssen), den Sie nicht gelernt haben, ergeben sich in der Regel finanzielle Verluste, vor allem, wenn der neue Job wesentlich schlechter bezahlt wird oder der Arbeitnehmer bei seiner neuen Arbeit eine geringere Stundenzahl als zuvor bezahlt bekommt. Je nach abgeschlossenem Versicherungsvertrag leistet die Berufsunfähigkeitsversicherung eine monatliche Rente, die entweder einen Teil des durch die Berufsunfähigkeit entstandenen Fehlbetrages oder auch die ganze Summe (in der Höhe Ihres ursprünglichen Gehaltes) überweist.

Erst dann sind Sie wieder in der Lage, den bisherigen Lebensstandard aufrechtzuerhalten und seinen finanziellen Verpflichtungen uneingeschränkt nachzukommen.

Kurz gesagt:

  • Keine Hilfe vom Staat!
  • Ohne BU fällt man evtl. in Hartz 4 bei Berunfsfähigkeit!

Ist das Abschließen einer Berufsunfähigkeitsversicherung aus heutiger Sicht notwendig?

Unter Einbezug aller gegebenen Fakten ist die Frage nach dem Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung eindeutig mit "Ja" zu beantworten. Denn nur wer diesen Vertrag rechtzeitig abgeschlossen hat, ist im Falle einer Berufsunfähigkeit aufgrund einer unerwarteten Erkrankung oder eines Unfalls angemessen abgesichert. Der Staat hat diese Sicherung drastisch reduziert. Die ehemalige Berufsunfähigkeitsrente, wie sie früher ausgezahlt wurde, gibt es schlichtweg nicht mehr. Der einzige Ersatz, den der Staat eingeführt hat, ist die Erwerbsminderungsrente, die aber nur dann greift, wenn gar nicht mehr gearbeitet werden kann. Wer lediglich den erlernten Beruf nicht mehr nachgehen kann, kann davon keinesfalls profitieren. Die Erwerbsminderungsrente wird tatsächlich erst dann gezahlt, wenn keinerlei Tätigkeit mehr ausgeübt werden kann. Der Betroffene ist verpflichtet, jede Art von vorgeschlagener Arbeit anzunehmen. Dabei spielt die Entfernung des Einsatzortes keine Rolle. Auch wenn es zur Auszahlung dieser Rente kommt, ist die Leistung sehr gering. Der Höchstbetrag liegt derzeit bei sage und schreibe 37 % des zuletzt erhaltenen Gehaltes.

Wer noch eine Familie zu versorgen hat, kommt mit diesem Betrag nicht besonders weit. In Anbetracht dieser Tatsachen macht es durchaus Sinn, den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung zu erwägen. Denn im Fall eines Falles steht die gesamte Existenz auf dem Spiel!

Was sind die Ursachen für Berufsunfähigkeit?

Rückenschmerzen ist eine der Hauptursachen Weniger als ein Zehntel aller Fälle von Berufsunfähigkeit gehen auf Unfälle zurück. Daher ist eine Unfallversicherung dafür auch nicht der richtige Schutz. Mehr als die Hälfte aller Fälle sind bedingt durch Erkrankungen der Psyche oder des Bewegungsapparates.

Insbesondere die psychischen Erkrankungen sind in den letzten Jahren stark angestiegen und machen mittlerweile beinahe ein Drittel aller Fälle von Berufsunfähigkeit aus. Da die beiden Hauptursachen heute nicht mehr aus schwerer körperlicher Arbeit resultieren, ist die Berufsunfähigkeitsversicherung für jeden Berufstätigen wichtig. Die höchsten Risikofaktoren sind mittlerweile permanenter Stress, Überforderung oder auch nur eine sitzende Tätigkeit mit den entsprechenden Risiken für Wirbelsäule und den gesamten Bewegungsapparat. Weitere Ursachen für Berufsunfähigkeit sind Krebs (ca. 15% aller Fälle) und Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems (ca. 8% aller Fälle).

Die Ursachen für Berufsunfähigkeit auf einen Blick:

Prozent Ursache
ca 40% körperlich: Bewegungsapparat / Wirbelsäule usw
ca 30% psychische Erkrankungen
ca 15% Krebs-Erkrankungen
ca < 10% Unfälle
ca 8% Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems

Erwerbsunfähig oder berufsunfähig?
Der Unterschied:

Wer krankheits-, unfall- oder invaliditätsbedingt nicht mehr in der Lage ist, seinen Beruf auszuüben, gilt als berufsunfähig. Das gilt auch dann, wenn die Person in der Lage wäre, einen anderen, weniger angesehenen oder mit Einkommenseinbußen verbundene Beschäftigung auszuüben.
Erst wenn auch das nicht mehr geht, spricht man von Erwerbsunfähigkeit. Eine gesetzliche Absicherung gegen Berufsunfähigkeit gibt es entgegen der allgemeinen Meinung seit dem Jahr 2001 nicht mehr. Nur für vor dem 1.1.1961 geborene (und rentenversicherungspflichtig Beschäftigte) gibt noch eine stark eingeschränkte Absicherung über die gesetzliche Rentenversicherung.

Rente vom Staat nur bei Erwerbsunfähigkeit!

Eine Rente aus der Sozialversicherung bekommen alle anderen nur im Fall der vollständigen oder teilweisen Erwerbsunfähigkeit. Eine private BU-Versicherung ist daher für die meisten die einzig mögliche Absicherung des Einkommens für solch einen Fall. Während man bei der Sozialversicherung auf eine andere, in der Regel schlechter bezahlte Tätigkeit verwiesen wird, solange man nicht vollständig erwerbsunfähig ist, kommt es bei der Berufsunfähigkeitsversicherung nur auf den erlernten bzw. tatsächlich ausgeübten Job an.

Erwerbsunfähigkeit Berufsunfähigkeit
wenn kein Beruf mehr ausgeübt werden kann wenn die derzeitige Beschäftigung nicht mehr ausgeübt werden kann
Rente aus Sozialversicherung
(zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel...)
Garkeine Hilfe vom Staat!

Was Sie beachten müssen bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung:

Tipp: Berufsunfähigkeitsversicherung früh abschließen!

Teenager ab 15 Jahren können sich versichern Je jünger der Versicherte beim Beantragen der Berufsfähigkeits-Versicherung ist, desto günstiger sind die Bedingungen der einzelnen Versicherungen. In jungen Jahren sind die Versicherten meist noch fit, sodass für die Gesellschaften das Risiko nicht so hoch ist. Je älter ein Arbeitnehmer wird, desto häufiger sind bereits Vorerkrankungen aufgetreten, die den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung erschweren, wenn nicht gar unmöglich machen!

Viele Versicherer lehnen Anträge ab, bei denen die Antragsteller ein bestimmtes Alter überschritten haben. Hier kommen dann nur noch Lösungen infrage, die nicht nur teurer, sondern auch wesentlich ungünstiger sind. Für das frühe Abschließen der Berufsunfähigkeitsversicherung spricht außerdem, dass die Versicherungsbeiträge umso niedriger ausfallen, je jünger der Versicherte beim Beantragen der Berufsunfähigkeitsversicherung ist. Eine BU sollte deshalb möglichst schon beim Eintritt in das Berufsleben abgeschlossen werden. Schließlich kann niemand im Voraus wissen, ob nicht schon in wenigen Jahren Krankheiten auftreten, die es ihm unmöglich machen, den erlernten Beruf auszuüben.

Ab wann kann ich eine BU abschließen?

Der Abschluss einer BU-Versicherung ist schon ab dem Alter von 15 Jahren möglich!
In den meisten Fällen hat man in diesem Alter auch noch wenige körperliche Gebrechen. Daher ist der Beitrag natürlich sehr niedrig. Sofern Sie keine Dynamik vereinbart haben in Ihrem Vertrag, bleiben diese niedrigen Beiträge dann ein Leben lang!

Tipp: Auf den Versicherungsschutz achten!

Sie wechseln vom Büro-Hengst zum Berufs-Kletterer?

Evtl ist das Risiko, berufunfähig zu werden, bei letzterem etwas höher...
Für viele Versicherungsnehmer stellt sich oftmals die Frage nach dem Erhalt des Versicherungsschutzes beim Wechsel des Arbeitsplatzes, bei der Arbeitslosigkeit oder Elternzeit. Normalerweise geschieht bei einem Berufswechsel nichts, aber es sollte trotzdem darauf geachtet werden, dass der ausgeübte Beruf versichert ist. Der Versicherungsschutz besteht grundsätzlich bei Arbeitslosigkeit und Elternzeit weiter, wenn die Beiträge weiter gezahlt werden.

Also merke:
  • Früh abschließen, dann wird der Beitrag wesentlich günstiger!
  • Beachten, ob der neue Beruf bei Berufswechsel auch versichert ist.

Welche Vorteile hat eine Berufsunfähigkeitsversicherung?
So überhaupt?

Die Berufsunfähigkeitsversicherung sichert ihr Einkommen, wenn Sie Ihren Beruf nicht mehr ausüben können. Jeder Berufstätige sollte in seinem Versicherungspaket eine Berufsunfähigkeitsversicherung mit eingebaut haben.

Der Vorteil liegt auf der Hand:
Tritt eine Krankheit auf, braucht der Arbeitnehmer nicht um seine Existenz zu fürchten. Auch dann, wenn die Sorge besteht, dass der Beruf aufgegeben werden muss, verfügt der Versicherte über einen Versicherungsschutz: Einem vergleichbaren Einkommen.


Den Lebensstandard erhalten!

Hoher Lebensstandard Damit der finanzielle Einbruch ausgeglichen wird, stellt die BU-Versicherung den perfekten Schutz dar, um den Lebensstandard zu erhalten. Bei den Beträgen, die eine Erwerbsunfähigkeitsrente auszahlt, kann dieser finanzielle Kollaps nur durch eine private Versicherung vorgebeugt werden. Wie hoch der Versicherungsbetrag abgeschlossen werden soll, hängt vom finanziellen Budget ab. Dazu sollte mit eingerechnet werden, müssen Raten abbezahlt werden, ist der Versicherungsnehmer alleiniger Verdiener. Als Maßstab können ca. 75 % des Nettoeinkommens als Sicherung genommen werden, ähnlich wie in der Altersvorsorge. Es sollte allerdings darauf geachtet werden, dass es zu günstigen Vertragsbedingungen für den Versicherungsnehmer (also den Kunden) kommt. Ein wichtiger Faktor wäre beispielsweise, darauf zu achten, dass es bereits Leistungen gibt, wenn der bisherige Beruf zu 50 % nicht mehr ausgeführt werden kann.

Tipps:
Höhe der Berufsunfähigkeits-Rente: 75% des früheren Netto-Einkommens. Beachten Sie, dass der Beitrag trotzdem erträglich ist!
Leistungen ab wann? Beachten Sie, dass die BU möglichst früh zahlt!
Z.B. schon ab 50% Berufsunfähigkeit!

Welche Nachteile hat eine Berufsunfähigkeitsversicherung?
Oder garkeine?

Nachteile einer Berufsunfähigkeitsversicherung Eigentlich ist das Wort "Nachteil" hier nicht so gut angebracht, aber wir finden trotzdem Nachteile...
Klar, denn bei allem gibt es Nachteile, so auch bei der BU. Versicherungen haben im allgemeinen nicht den besten Ruf.
Aber auch bestimmte Versicherungen müssen sein. Nein! Sie sind sogar ein MUSS.

Dazu gehören die Kfz-Versicherung und die Haftpflichtversicherung. Alle anderen wie eine Unfallversicherung, eine Lebensversicherung, eine Berufsunfähigkeitsversicherung sind auf freiwilliger Basis. Da sollte jeder genau hinsehen: was von diesen Versicherungen brauche ich wirklich? Es ist ja nicht nur so, dass man diese Leistungen hat, sondern sie müssen ja auch Monat für Monat bezahlt werden. Wenn sie nicht bezahlt sind und es tritt der "Fall der Fälle" ein, dann wird auch kein Schaden reguliert.

Im Falle einer Berufsunfähigkeit wäre das DRAMATISCH!

Nachteil Nr. 1:

Sie sollten jung sein.
Wie oben schon erwähnt, je jünger Sie sind, desto besser.

Je älter Sie sind, desto höher werden die Beiträge bei Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung.

Nachteil Nr. 2:

Keine Vorerkrankungen
Auf jeden Fall sollten Sie bei Antragsaufnahme gesund sein. Das ist ein sehr wichtiger Aspekt.

Jedes bereits vorhandene Leiden führt zu eine sogenannten Ausschlussklausel, d.h. dieses Leiden wird immer ausgeschlossen. Sie müssen ihre Karten offen legen, sei die Krankheit noch so belanglos. Dafür würden Sie dann schon keine BU mehr bekommen. Die Krankheit wird in der Police einfach ausgeschlossen.

Nachteil Nr. 3:

Vor- und Nachteile einer BU müssen sorgfältig abgewogen werden.

Sie kostet Geld
Wie jede andere Versicherung kostet auch die Berufsunfähigkeitsversicherun monatliche Beiträge. Beachten Sie, dass Sie diese Beiträge auch "in schlechten Zeiten" zahlen können, ohne Ihren Nachbarn anpumpen zu müssen...

Nachteil Nr. 4:

Evtl Gesundheitsprüfung
Trotz, dass Sie wahrheitsgemäß Ihre Angaben gemacht haben, müssen Sie evtl zu einer Untersucherung. Dabei wird Ihre Gesundheit überprüft.
Das ist natürlich etwas stressig...

Nachteil Nr. 5:

Bei Kündigung geringerer Rückkaufswert
Wenn Sie die Zahlung der Beiträge nicht mehr gewährleisten können oder aus sonstigen Gründen kündigen, bekommen Sie nur den sogenannten Rückkaufswert, den Sie in einer Tabelle ablesen können. Diese müssten Sie jährlich bekommen
Ein Teil des eingezahlten Geldes wäre somit futsch...

Zu viele Nachteile? Das täuscht!

Alle hier gezeigten Nachteile sind nicht wirklich als Nachteile zu sehen, sondern eher als Hilfe, was zu beachten ist.
Grundsätzlich ist die Berufsunfähigkeitsversicherung etwas sehr positives und die Vorteile überwiegen in der Stärke natürlich.

Was wir damit sagen möchten, ist nur:
  • dass Sie aufpassen sollen, dass Sie Ihre BU in jungen Jahren (wenn möglich ohne Krankheiten) abschließen sollen
  • Dass Sie keine Angst vor der Gesundheits-Prüfung (siehe nächstes Kapitel) haben sollten
  • Dass Sie sich mit den monatlichen Beiträgen nicht "den Hals zuziehen" sollen
  • Dass Sie mit finanziellen Nachteilen rechnen sollten, wenn Sie die BU kündigen

Berufsunfähigkeitsversicherungen vergleichen

Man muss nur suchen Wer nicht vergleicht, ist selber schuld!
Wie bei allem gibt es natürlich auch bei der Wahl des richtigen Versicherers und des richtigen Tarifs erhebliche Unterschiede!

Stiftung Warentest hat Berufsunfähigkeitsversicherungen getestet

In der Zeitschrift "Finanztest" vom Juli 2015 befand die Stiftung Warentest 40 von 70 Policen als "sehr gut".
Dort finden Sie natürlich auch die Testsieger und die verschiedenen Tarife im Test von 2015.
Getestet wurden im Vergleich verschiedene 3 verschiedene Berufs-Gruppen mit deren Tarifen:

Berufsgruppe gewünschte Rente Endalter
Diplom-Kaufmann 2000 € 65 Jahre
Industrie­mechaniker 1500 € 65 Jahre
Arzt­helferin 1000 € 65 Jahre

Vergleichen lohnt sich! Machen Sie den Test!
Welcher Tarif der richtige für Sie ist, weiß ein Versicherungsmakler am besten.
Eine Beratung (Erstberatung) ist häufig kostenlos!
Unterschiedliche Anbeiter haben natürlich unterschiedlichen Service und unterschiedliche Kosten. Oft lassen sich bei manchen Produkten zwar einige Euro sparen, allerdings ist es oft nicht ratsam, am falschen Ende zu sparen.
Der unabhängige Test wird Sie durch den Tarifdschungel leiten.

Gesundheitsfragen und Gesundheitsprüfung bei der BU.
Muss ich untersucht werden?

Muss ich mich einer Gesundheitsprüfung unterziehen? Wer sich entscheidet, eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen, muss damit rechnen, einen Test über sich ergehen lassen zu müssen. Er ist ein wichtiger Bestandteil, wenn es um die Berufsunfähigkeitsversicherung geht. Die Fragen nach der Gesundheit sind ausschlaggebend, ob der Antrag angenommen wird, oder nicht. Außerdem sind Ergebnisse der Prüfung ein wesentlicher Faktor für die Prämie. Je nach dem, wie sich die Krankheitsgeschichte zeigt, kann die Assekuranz den Antrag ablehnen, bestimmte Leistungen außen vorlassen oder einen gesonderten Aufschlag verlangen.

Fragen bei der Gesundheitsprüfung

Damit im Versicherungsfall eine Leistung ausgezahlt wird, ist es ganz besonders wichtig, die Gesundheitsfragen wahrheitsgemäß zu beantworten. Die Fragestellung ist meist von Versicherung zu Versicherung unterschiedlich. So werden nach den Lebensgewohnheiten auch bestehende Vorerkrankungen abgefragt. Es wurde mit der Einführung des neuen Versicherungsvertragsgesetzes zur Pflicht, die Fragen nach der Gesundheit zu differenzieren. Der Antragsteller muss nur die Fragen beantworten, die ihm gestellt werden. Wird nach ärztlich behandelten Störungen gefragt, so brauchen keine Erkrankungen angegeben werden, die nicht ärztlich behandelt wurden. Normalerweise fragt der Versicherer bei der Prüfung nach Vorerkrankungen, die innerhalb der letzten 5 Jahren auftraten. Dazu gehören chronische Erkrankungen als auch Krankenhausaufenthalte in den letzten 10 Jahren. Wichtig ist es dabei, dass auch jede Erkrankungen aufgeführt werden. Mit dazu gehören auch sogenannte "Bagatellerkrankungen" wie etwa ein grippaler Infekt. Wer bei der Beurteilung unsicher ist, der kann womöglich bei seinem Hausarzt nachfragen.
Auch müssen neben den Fragen zu Vorerkrankungen andere Fragen korrekt beantwortet werden. Dazu zählt insbesondere ob der Versicherungsnehmer Raucher ist.

Was meistens abgefragt wird beim Antrag:
  • Vorerkrankungen
  • Raucher/Nichtraucher: Raucher zahlen mehr
  • Gewicht
  • Größe: Beides überhöht: Risikofaktor!
  • chronische Erkrankungen der letzten 5 Jahre
  • Krankenhausaufenthalte der letzten 10 Jahre
  • Bagatellerkrankungen, denn die könnten wichtig sein

Gesundheitsfragen UNBEDINGT korrekt beantworten

Gesundheitsprüfung beim Arzt Beim Versicherungs-Antrag müssen auch korrekte Angaben zu Gewicht und Größe gemacht werden. Tritt bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung der Versicherungsfall ein, so entstehen für die Assekuranz hohe Kosten. Aus diesem Grund wird genau geprüft, bevor eine Leistung genehmigt wird. Die Studie der Krankenakten gehört ebenfalls dazu. Außerdem wird von der BU-Versicherung bei der Krankenkasse nachgefragt, welche Ärzte der Versicherungsnehmer in den letzten Jahren kontaktiert hat. Versicherungen sind dazu befugt, da der Antragsteller (=Versicherungsnehmer) mit der Unterschrift des Antrages den Arzt von seiner Schweigepflicht entbindet (es sei denn, Sie verneinen dies beim Antrag, dann bekommen Sie aber sicher mehrere Anrufe von der Versicherung).

Kommt es zu Unstimmigkeiten bei der Prüfung, wird meistens eine Ablehnung anberaumt. Das ist auch dann der Fall, wenn die korrekten Angaben nicht im Zusammenhang mit der für die Berufsunfähigkeitsversicherung relevanten Krankheiten stehen. Die Versicherungsbedingungen sagen aus, dass der Versicherer auch dann noch rückwirkend vom Vertrag zurücktreten kann. So ein Rücktrittsrecht kann über einen bestimmten Zeitraum gelten oder generell bestehen.

Krankheiten verschweigen ist gefährlich

Verschweigen dürfen Sie auch keine Krankheit, im Schadensfall können sie dann noch wegen arglistiger Täuschung vom Versicherer verklagt werden und Sie bekommen keinen Cent.

Deshalb: EHRLICH bleiben!

Berufsunfähigkeitsversicherung ohne Gesundheitsfragen

In den Medien liest man zurzeit, dass auch eine Berufsunfähigkeitsversicherung ohne Gesundheitsprüfung abgeschlossen werden kann. Dem ist aber nicht so. Allerdings gibt es einige Versicherer, die auf spezielle Gesundheitsfragen nach gewissen Vorerkrankungen verzichten. Die Fragestellung lautet dann nur, ob der Versicherungsnehmer in den letzten fünf Jahren wegen einer Krankheit länger als vier Monate behandelt wurde (Also eine allgemeine Frage, um die Schwere daraus abzuleiten).

Ebenso ob eine Behinderung bzw. Minderung der Erwerbsfähigkeit besteht. Es gibt auch Anbieter, die nur nach Erkrankungen fragen, die lediglich 12 Monate zurückliegen. Häufig wir daher eine solche Berufsunfähigkeitsversicherung nur jüngeren Personen angeboten. Dabei muss das Alter deutlich unter 40 Jahren liegen. Auch sollte der Versicherer bedenken, dass die Beiträge bzw. die Prämien bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung ohne Gesundheitsprüfung erheblich teurer sind. Darüber hinaus ist auch oft die Höhe der Versicherungssumme eingeschränkt. Bei vielen Anbietern liegt die Jahresrente nach einer Berufsunfähigkeit etwa bei 9.000 bis 12.000 €

Alternativen bei der Berufsunfähigkeitsversicherung

Vorsorgen ist wichtig. Wie bei Allem im Leben gibt es auch bei der Berufsunfähigkeitsversicherung Alternativen.

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung zählt zu den wichtigsten privaten Versicherungen und ist praktisch für alle Berufstätigen dringend nötig. Leider ist es für manche nahezu unmöglich, eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen. Ein angeborener Hörschaden oder Bandscheibenprobleme sind Voraussetzungen, unter denen eine BU unmöglich oder extrem teuer wird.

Ausgerechnet die Berufsgruppen, für die eine Berufsunfähigkeitsversicherung am wichtigsten ist, wie Dachdecker, Handwerker aber auch chronisch Kranke, können sich die Beiträge meist nicht leisten. Die Preise für bestimmte Berufe sind so hoch, dass sie schlichtweg unbezahlbar sind. Erschwerend kommt hinzu, dass die Gesundheitsprüfungen so streng geworden sind, dass viele Anträge einfach abgelehnt werden, wenn beispielsweise nur eine Art psychologischer Therapie durchgeführt wurde.

Einen wirklich gleichwertigen Ersatz für eine Berufsunfähigkeitsversicherung zu finden, ist nicht einfach.

Eine ähnliche Art von Versicherungen, welche die gleichen Risiken abdeckt, gibt es nicht.
Dennoch möchten wir Ihnen einige vorstellen:

Die Dread-Disease-Versicherung

Eine Schwere-Krankheiten-Versicherung (engl "Dread-Disease") ist zwar nicht zur Existenzsicherung gedacht, sie bietet aber finanzielle Soforthilfe bei medizinischen Behandlungen wie Krebs oder Schlaganfall, oder wenn z.B. Hausumbauten erforderlich sind. Anstelle einer Rente wird eine vereinbarte Einmalzahlung geleistet. Physische Leiden oder Rückenerkrankungen sind in der Regel nicht berücksichtigt. Diese Versicherung kann gegebenenfalls für Selbstständige sinnvoll sein, da mit der Sofortzahlung der Lebensunterhalt abgesichert ist und Zeit gewonnen wird, um eventuell einen Nachfolger einzuarbeiten. Es besteht die Möglichkeit diese Versicherung mit den Leistungen anderer Versicherungen zu kombinieren, und somit das Risiko einzuschränken.

Nachteile bei der Dread-Disease-Versicherung:
  • Einmalzahlung: Keine Rente!
  • Psychische und chronische Erkrankungen sind NICHT abgesichert!
  • Wenige Erfahrungswerte, da diese Versicherung zu den eher neueren gehört.

Die Grundfähigkeitsversicherung

Besteht ein Antragsteller die Gesundheitsprüfung nicht, so kann eine Grundfähigkeitsversicherung als mögliche Alternative weiterhelfen.

Zu den Grundfähigkeiten gelten beispielsweise Sehen, Hören und Laufen.
Ist eine dieser Fähigkeiten stark eingeschränkt, kommt die Grundfähigkeitsversicherung zum Zug.

Nachteile bei der Grundfähigkeitsversicherung:
  • unsichere Beiträge (können angehoben werden)
  • Sichert nur das Nötigste ab
  • Wenige Erfahrungswerte, da diese Versicherung zu den eher neueren gehört.

Die Erwerbsunfähigkeitsversicherung

Ein Erwerbsunfähigkeitsschutz kommt der Berufsunfähigkeitsversicherung recht nahe und bietet sich vielmals für Selbstständige an. Es ist oft die einzige Möglichkeit für Berufe mit hohen Risiken oder Menschen mit unbezahlten Aufgaben, wie Hausfrauen, sowie für Menschen mit einer Vorerkrankung, sich abzusichern.

Nachteile bei der Erwerbsunfähigkeitsversicherung:
  • zahlt nur, wen garkein Beruf mehr ausgeübt werden kann
  • Rente gering

Die Multi-Risk-Versicherung

Bei der Multi-Risk-Versicherung oder Funktionsinvalidätsversicherung werden verschiedene Arten einer Invalidität (Behinderungen) abgedeckt. Die Multi-Risk ist oft in Gemeinsamkeit mit einer Pflege-Versicherung oder Dread-Disease-Versicherung anzutreffen. Auch hier sind psychische Erkrankungen ebenfalls nicht gedeckt,

Nachteile bei der Multi-Risk-Versicherung:
  • hohe Beiträge
  • deckt nur Behinderungen ab

Die Unfallversicherung

Auch die Unfallversicherung kann die Berufsunfähigkeitsversicherung nicht ersetzen, denn nur einer von zehn Menschen hatte einen Unfall, bevor sie berufsunfähig wurden. Alle anderen sind erkrankt. Als eigenständige Risikoabsicherung eignet sie sich daher nicht, sie kann lediglich als Zusatzversicherung zu einer Grundversicherung gesehen werden. Sie kommt in Frage für Berufstätige, die einem hohen Unfallrisiko ausgesetzt sind, sei es im Beruf, bei gefährlichen Hobbys wie Extremsportarten, Motorradfahren oder Fallschirmspringen.
Die Unfallversicherung wird am häufigsten als Kombination mit einer BU abgeschlossen.

Nachteil bei der Unfallversicherung:
  • deckt nur Unfälle ab

Reicht keine Krankenversicherung?

Ihre Krankenversicherung (private oder gesetzliche) übernimmt die Kosten für Ihre Behandlungen und ersetzt Ihnen die Ausfallzeit. Aber nur bis zu einem bestimmten Zeitpunkt. Die Dauer der Lohnfortzahlung des Arbeitgebers ist normalerweise auf 6 Wochen begrenzt. Danach greift eine (falls vorhandene) Krankentagegeldversicherung. Sollte sich aber herausstellen, dass Sie Ihre Arbeit nicht mehr in einer absehbaren Zeit ausüben können, zahlt die Krankenversicherung und auch die Krankentagegeldversicherung nicht mehr!

Was ist mit einer BUZ (Zusatzversicherung)?

Vom Abschluss einer Berufsunfähigkeitszusatzversicherung (Kurz: BUZ) ist abzuraten, denn:

  • Die Prämien einer BUZ sind zu niedrig
  • Die BUZ ist häufig verbunden mit einer Kapitallebens- oder Rentenversicherung
  • Wenn Sie keine Beiträge mehr zahlen können, verlieren SIe nicht nur die Leistungen der BUZ, sondern auch Ihre Altersvorsorge!

Also: keine wirkliche Alternative zur BU!

Alle zuvor beschriebenen Möglichkeiten zeigen gute Ansätze, sind aber kein adäquater Ersatz für die Berufsunfähigkeitsversicherung. Die meisten sind zudem noch relativ neu auf dem Versicherungsmarkt und es liegen kaum Erfahrungswerte vor, die eine Empfehlung möglich machen. Sie können bestenfalls ergänzend abgeschlossen werden, da ihre Leistungen weitaus nicht an die einer BU-Versicherung herankommen.

Eine Kombination aus mehreren ist also schon von Vorteil!

Vorsicht vor der Verweisungsklausel bei der Berufsunfähigkeitsversicherung!

Die sogenannte "Verweisungsklausel" sorgt dafür, dass die Berufsunfähigkeitsversicherung die Möglichkeit hat, die Zahlung der vereinbarten Rente auszusetzen oder sogar gar nicht auszuzahlen. Dies ist natürlich von den jeweiligen Versicherungsbedingungen abhängig, die der abgeschlossenen Berufsunfähigkeitsversicherung zugrunde liegt. Hierbei ist zwischen der abstrakten und der konkreten Verweisung zu unterscheiden. Sie sollen einen anderen Job suchen?

Die abstrakte Verweisungsklausel

Mit der abstrakten Verweisungsklausel haben es die Versicherungsanstalten sehr leicht, sich um die vereinbarte Rentenzahlung zu drücken. Wenn die Berufsunfähigkeitsversicherung eine abstrakte Verweisungsklausel enthält, hat die Versicherung die Möglichkeit, dem Versicherungsnehmer eine andere berufliche Tätigkeit nachzuweisen, die theoretisch noch ausgeübt werden kann. Zwar muss die neue berufliche Tätigkeit dem bisherigen Lebensstil sowie der beruflichen Ausbildung und auch der Erfahrung des Versicherungsnehmers entsprechen, ob es jedoch für den Versicherungsnehmer möglich ist, eine Anstellung in diesem Verweisungs-Beruf zu finden, ist für die Versicherung nicht relevant.

Die konkrete Verweisungsklausel

Bei der konkreten Verweisungsklausel geht es lediglich darum, dass die Versicherung prüft, ob der Versicherungsnehmer tatsächlich eine berufliche Tätigkeit ausgeübt hat, die dem bisherigen Lebensstil entsprach. Auch in diesem Fall muss der Versicherer nach einer Verweisung keine Rentenzahlungen leisten. In einer Berufsunfähigkeitsversicherung sollte deshalb klar definiert sein, wie hoch die Einkommensbuße für den Versicherungsnehmer ist, um eine konkrete Verweisung aus dem Vertrag auszuschließen.

Prüfen Sie die Versicherungsbedingungen nach solchen Klauseln!

Um im Eintrittsfall unliebsame Überraschungen zu vermeiden, sollten die Versicherungsnehmer darauf achten, dass eine Verweisungsmöglichkeit der Versicherungen im Vertrag ausgeschlossen wird. Dies könnte durch folgende Formulierungen geschehen:

Beispiel einer Verweisungsklausel

  • "... ist außerstande, seinen/ihren Beruf ... oder eine andere Tätigkeit auszuüben, die aufgrund seiner/ihrer Kenntnisse und Fähigkeiten ausgeübt werden kann und die seiner/ihrer bisherigen Lebensstellung entspricht ..."
Sollte Ihr Vertrag eine Verweisungsklausel (egal ob konkret oder abstrakt) enthalten, so lassen Sie diese löschen!

Die Berufsunfähigkeitsversicherung als Absicherung der Risikolebensversicherung

Wenn Sie sich für den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung entschieden haben, kann diese mit einem zusätzlichen Vorsorgevertrag, der Risikolebensversicherung verbunden werden. Grundsätzlich ist eine Kopplung der beiden Versicherungen sogar empfehlenswert. Auf diese Weise lässt sich der Schutz für die Hinterbliebenen ganz nebenbei ergänzen. Dabei ist diese Kombination oftmals sehr viel günstiger, als die Versicherungen einzeln abzuschließen.

Der Trend eine Berufsunfähigkeitsversicherung mit einer Risikolebensversicherung zu kombinieren ist eindeutig erkennbar. Die zusätzliche Aufwertung kommt bei den Versicherten gut an. Doch ist das auch wirklich für jeden sinnvoll? Sollte die Risikolebensversicherung tatsächlich mit ins Boot genommen werden? Oder ist es besser, doch eigenständige Verträge abzuschließen?


Grundsätzlich ist eine Koppelung der beiden Versicherungen immer dann ratsam, wenn die Versorgung der Hinterbliebenen auf dem Spiel steht. Der Versicherte bekommt im Fall einer Berufsunfähigkeit eine Rente ausbezahlt und im Todesfall sind die Angehörigen mit einem bestimmten Betrag abgesichert.

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung sichert ab.

Auch eine Kombination einer Berufsunfähigkeitsversicherung mit einer Risikolebensversicherung beim gleichen Versicherer ist möglich!

Da jede Versicherungsgesellschaft ihre eigenen Bedingungen für eine Kopplung der beiden Versicherungsarten hat, sollte man sich vor Abschluss darüber gründlich informieren. Manche Versicherer bieten eine einzelne Berufsunfähigkeitsversicherung zum gleichen Preis wie in der Kombination. Da fällt die Wahl nicht besonders schwer. Hier können Sie getrost zugreifen: 2 Versicherungen zu einem Preis!
Allerdings gibt es auch Versicherungsunternehmen, die eine Zusatzversicherung teurer verkaufen, als den Abschluss einer einzelnen Versicherung. Natürlich eignet sich dann die Kopplung der Berufsunfähigkeitsversicherung mit einer Risikolebensversicherung.

Im Angesicht der unterschiedlichen Preisgestaltung lohnt sich ein Vergleich immer!

Schlusswort

WIr bedanken uns für den Besuch auf unserem Ratgeber zum Thema Berufsunfähigkeitsversicherung. Alle Infos auf dieser Seite wurden sorgfältig zusammengestellt. Sollten Sie dennoch falsche Informationen finden, nehmen Sie bitte einfach Kontakt mit uns auf. (Siehe Impressum unten)

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