Berufsunfähigkeitsversicherung – Die wichtigsten Fragen

Eine private Berufsunfähigkeitsversicherung dient zur Absicherung des eigenen Einkommens, falls eine Ausübung des Berufs aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr möglich ist. Aus diesem Grund gehört die Berufsunfähigkeitsversicherung zu den wichtigsten Versicherungen überhaupt. Die ausführlichsten Infos dazu finden Sie auf unserem neuen Info-Portal: Berufsunfaehigkeitsversicherung-infos.de

Was bedeutet Berufsunfähigkeit?

Eine Berufsunfähigkeit liegt immer dann vor, wenn Arbeitnehmer aufgrund eines Unfalls, einer Erkrankung oder eines sonstigen Kräfteverfalls nicht mehr in der Lage sind, ihren Beruf auszuüben. Bei guten Policen tritt der Versicherungsfall ein, wenn Versicherte für den Zeitraum von sechs Monaten nicht mehr in ihrem Beruf tätig sein können. Wichtig dabei ist, dass die Versicherung auf eine abstrakte Verweisung verzichtet. In diesem Fall darf der Versicherungsnehmer nicht auf einen anderen Beruf verwiesen werden.

Warum ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung so wichtig?

Wer heutzutage berufsunfähig wird, kann kaum noch auf eine staatliche Unterstützung hoffen. Für Arbeitnehmer, die nach dem 1. Januar 1961 geboren sind, wird nur noch eine geringe Erwerbsminderungsrente gezahlt. Anspruch auf eine Leistung besteht zudem nur dann, wenn der Betreffende auf dem Arbeitsmarkt gar nicht mehr vermittelt werden kann. Aber selbst dann, wenn die gesetzliche Erwerbsminderungsrente gezahlt wird, ist diese so gering, dass man kaum davon leben kann.

Wann besteht Anspruch auf eine gesetzliche Erwerbsminderungsrente?

Anspruch auf eine gesetzliche Erwerbsminderungsrente besteht nur dann, wenn jemand dem allgemeinen Arbeitsmarkt für weniger als 3 bzw. 6 Stunden pro Tag zur Verfügung steht. Dabei spielt der erlernte bzw. bis zur Berufsunfähigkeit ausgeübte Beruf keine Rolle. Die volle Erwerbsminderungsrente wird nur dann gezahlt, wenn ein Arbeitnehmer weniger als drei Stunden pro Tag arbeiten kann. Bei einer Arbeitsfähigkeit zwischen 3 und 6 Stunden besteht Anspruch auf die halbe Erwerbsminderungsrente.

Wann sollte man eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen?

Die Gefahr aufgrund eines Unfalls oder einer Erkrankung berufsunfähig zu werden besteht in jedem Alter. Es ist deshalb sinnvoll bereits so früh wie möglich eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen. Zudem sind die Prämien bei jüngeren Versicherungsnehmern günstiger und die Gefahr aufgrund einer Vorerkrankung abgelehnt zu werden ist ebenfalls geringer. In jedem Fall sollte man sich spätestens mit dem Einstieg ins Berufsleben um eine passende Absicherung bemühen.

Leistungen der Berufsunfähigkeitsversicherung

Kommt es zum Versicherungsfall, so erhält der Versicherte eine zuvor vereinbarte monatliche Rente. Für die volle Rente sehen die meisten Verträge eine Invalidität von mindestens 50 Prozent vor. Einige Versicherungen bieten auch sogenannte Staffelregelungen an. In diesem Fall erhält bereits ab einer geringeren Invalidität eine Teilrente. Allerdings wird dann die volle Berufsunfähigkeitsrente oftmals erst ab einem Invaliditätsgrad von 75 Prozent gezahlt. Die Rentenhöhe sollte nach Möglichkeit so gewählt werden, dass zwischen 75 und 80 Prozent des letzten Nettolohnes abgedeckt wird.

Was ist der Unterschied zwischen Risikozeit und Leistungszeit?

Unter Leistungszeit wird der Zeitraum verstanden, in dem die Versicherung dem Versicherten eine monatliche Rente zahlt. Dagegen beschreibt die Risikozeit den Moment, bis zu dem der Eintritt einer Berufsunfähigkeit versichert ist. Wenn beispielsweise die Risikozeit auf das 60. Lebensjahr und die Leistungszeit auf das 67. Lebensjahr begrenzt ist, zahlt die Versicherung nur wenn die Berufsunfähigkeit vor dem 60. Lebensjahr eintritt. In diesem Fall würde eine monatliche Rente bis zur Vollendung des 67. Lebensjahres bezahlt. Tritt die Berufsunfähigkeit dagegen nach dem 60. Lebensjahr ein, müssen seitens der Versicherung keine Leistungen mehr erbracht werden.

Was versteht man unter einer abstrakten Verweisung?

Wann die Berufsunfähigkeit eintritt, hängt immer mit den jeweiligen Versicherungsbedingungen zusammen. Je nachdem wie diese formuliert sind, muss der Versicherer nicht zahlen, wenn der Versicherte noch in einem anderen Beruf arbeiten kann. Ein Beispiel für eine abstrakte Verweisung in den Vertragsbedingungen ist die Formulierung „ist außerstande, seinen Beruf … oder eine andere Tätigkeit auszuüben, die aufgrund seiner Kenntnisse und Fähigkeiten ausgeübt werden kann und die seiner bisherigen Lebensstellung entspricht“. Befinden sich solche Klauseln in den Bedingungen, sollte von einem Vertragsabschluss abstand genommen werden.


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